Leitfaden durch die Phasen des Content-Marketing
Das Thema Content-Marketing ist in aller Munde. Doch wie genau kann man Content-Marketing erfolgreich für sein Unternehmen nutzen und welche Schritte müssen unternommen werden, um von den Chancen zu profitieren? Wir erklären, wie du dein Content-Marketing strategisch ausrichten kannst, wie du deinen Content als Kommunikationsinstrument einsetzt, und zeigen dir, wie du deine Ressourcen und Prozesse besser planen kannst.
Das erwartet dich in diesem Artikel
Was ist Content-Marketing?
Obwohl der Begriff Content-Marketing oft in den Medien und im Geschäftsumfeld auftaucht, herrscht bei vielen Ungewissheit darüber, was Content-Marketing bedeutet. Und bevor wir uns näher mit der Theorie beschäftigen, sollten wir klären: Was ist Content-Marketing eigentlich?
Im Kern handelt es sich um einen strategischen Marketing-Ansatz, bei dem die Erstellung und Distribution wertvoller, relevanter und konsistenter Inhalte im Vordergrund steht, mit dem Ziel, eine definierte Zielgruppe anzusprechen und zu aktivieren – um letztlich rentable Kundenaktionen zu fördern.
Im Gegensatz zu herkömmlicher Werbung, die den Verbraucher mit Verkaufsbotschaften überhäuft, zielt Content-Marketing darauf ab, echten Wert zu bieten. Es geht darum, relevante Informationen bereitzustellen, Probleme zu lösen oder Fragen zu beantworten, die sich deine Zielgruppe stellt. Dies baut Vertrauen auf und positioniert Unternehmen als führende Experten in ihrem Bereich, wodurch sie in den Köpfen ihrer Kunden präsent bleiben.
Content-Marketing nutzt eine Vielzahl von Medien und Formaten. Zum Beispiel:
- Blogartikel und Fachbeiträge (Bylines)
- Videos und Webinare
- E-Books und Whitepapers
- Podcasts
- Infografiken und Anleitungen
- Social-Media-Beiträge
- E-Mail-Newsletter
Wenn es um die Kommunikation bei der Erstellung von Inhalten geht, gibt es zwei Hauptansätze, die ein Unternehmen verfolgen kann:
Unternehmenszentriert (Inside-out): Hier liegt der Fokus auf dem, was das Unternehmen über sich selbst und seine Angebote sagen möchte. Es geht primär um Eigenwerbung und Produktpräsentation.
Kundenzentriert (Outside-in): Der Outside-in-Ansatz rückt die Bedürfnisse und Interessen des Kunden in den Mittelpunkt. Hier geht es weniger um das Unternehmen selbst, sondern vielmehr darum, wie es den Kunden helfen kann. Inhalte, die auf dieser Grundlage erstellt werden, beantworten Fragen, lösen Probleme und bieten Mehrwert.
Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Ansätzen zu finden. Während die Inside-out-Kommunikation wichtig ist, um das Markenbewusstsein und die Produktkenntnis zu fördern, ist es die Outside-in-Kommunikation, die wirklich Vertrauen aufbaut und nachhaltige Beziehungen zu den Kunden schafft. Ein Unternehmen, das beide Ansätze geschickt kombiniert und dabei den Wert für den Kunden in den Vordergrund stellt, wird im Content-Marketing erfolgreich sein.
Diese Eigenschaften zeichnen Content-Marketing aus:
Wertorientierung und Mehrwert: Im Gegensatz zu traditioneller Werbung zielt Content-Marketing nicht darauf ab, direkt zu verkaufen, sondern wertvolle Informationen, Unterhaltung oder Inspiration zu bieten. Ziel ist, einen echten Nutzen für den Rezipienten zu schaffen.
Zielgruppenspezifisch und kundenzentriert: Erfolgreiche Content-Strategien basieren auf einem tiefen Verständnis für die Zielgruppe. Der Content wird so erstellt, dass er die spezifischen Bedürfnisse, Herausforderungen und Interessen der Zielgruppe anspricht.
Langfristig und nachhaltig: Während eine Werbeanzeige vielleicht nur kurze Zeit sichtbar ist, kann ein gut recherchierter und erstellter Blogartikel über Jahre hinweg Traffic und Engagement generieren.
Vielseitig und mehrkanalig: Content-Marketing kann über verschiedene Plattformen und Medien verbreitet werden – von Social Media über Blogs bis hin zu Podcasts und Videos. Diese Vielseitigkeit ermöglicht es Unternehmen, ihre Zielgruppen dort zu erreichen, wo sie am aktivsten sind.
Beziehungsaufbau und Markenbildung: Indem man kontinuierlich wertvolle Inhalte bietet, positioniert man sich als Experte in seinem Bereich und baut eine vertrauensvolle Beziehung zu seiner Zielgruppe auf. Dies fördert nicht nur die Markenloyalität, sondern kann auch zu Weiterempfehlungen führen.
Die Phasen des Content-Marketing
Wie jeder anspruchsvolle Prozess, erfordert auch Content-Marketing eine gut durchdachte Vorgehensweise, bei der das Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden an erster Stelle steht. Wir haben dazu ein Modell entwickelt, das die Phasen des Content-Marketings zeigt – von der ersten Planung über den Einsatz von Technologie bis hin zur Erfolgsmessung.
Die fünf Phasen im Überblick
1. Strategie & Konzeption
Jede erfolgreiche Kampagne beginnt mit einer soliden Strategie und durchdachten Konzeption. In dieser Phase geht es darum, deine Ziele zu definieren, deine Zielgruppe zu verstehen und den Rahmen für deine Content-Aktivitäten zu setzen. Dieses Fundament gibt deinem Team eine klare Richtung und stellt sicher, dass alle Maßnahmen zielgerichtet sind.
2. Content-Erstellung
Nachdem die Grundlagen gelegt sind, beginnt die eigentliche Arbeit: die Produktion von Inhalten. Ob es sich um Blogbeiträge, Videos, Infografiken oder Podcasts handelt – die Qualität und Relevanz des produzierten Inhalts sind von größter Bedeutung für den Erfolg deiner Content-Marketing-Bemühungen.
3. Technologie & Prozesse
Hinter jedem großartigen Content steht eine solide technologische Basis. Von Content-Management-Systemen bis hin zu Automatisierungstools – die richtige Technologie kann den Unterschied ausmachen und deine Prozesse effizienter gestalten.
4. Distribution
Es reicht nicht aus, großartigen Content zu erstellen – er muss auch sein Publikum erreichen. In der Distributionsphase planst du, wie und wo du deinen Content verbreitest, um die größtmögliche Wirkung zu erzielen.
5. Analyse & Erfolgsmonitoring
Schließlich ist es entscheidend, die Ergebnisse deiner Bemühungen zu messen und daraus zu lernen. Diese Phase ermöglicht es dir, deinen Erfolg zu quantifizieren, Best Practices zu identifizieren und deine Strategie kontinuierlich zu optimieren.
Strategie & Konzeption
Jedes erfolgreiche Content-Marketing beginnt mit einer durchdachten Strategie. Es ist entscheidend, dass deine Content-Strategie klar definiert, dokumentiert und allen beteiligten Teammitgliedern bekannt ist. Definiere dabei zunächst die Ziele, die du mit dem Content-Marketing erreichen willst und richte alle Aktivitäten daran aus.
Klare Ziele setzen
Jedes Unternehmen hat eigene Ziele, die es mit Content-Marketing erreichen möchte. Das Setzen klarer, messbarer Ziele ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Strategie. Frage dich: Was möchtest du erreichen? Dies könnte Markenbekanntheit, Leadgenerierung oder Kundenbindung sein. Verwende das SMART-Framework (spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden), um klare Ziele zu formulieren. Somit richtest du deine gesamte Strategie nach diesen Zielen aus.
Die Zielgruppe verstehen
Um Inhalte zu erstellen, die resonieren, musst du genau wissen, an wen du dich wendest. Personas zu erstellen, kann dabei helfen. Sie geben dir ein detailliertes Bild deiner idealen Kunden. Welche Probleme haben sie? Wo suchen sie nach Informationen? Wie treffen sie Kaufentscheidungen? Behalte stets deine Zielgruppe im Auge und untersuche auch, welche Inhalte im Wettbewerb gut funktionieren – und ob eine Übertragung auf deine Marke möglich und sinnvoll ist.
Themen recherchieren
Mit klaren Zielen und einem Verständnis für deine Zielgruppe im Hinterkopf ist es Zeit, Themen zu identifizieren, die sowohl für dich als auch für deine Kunden relevant sind. Achte bei der Recherche darauf, was du bieten kannst und was der Wettbewerb macht. Definiere unbedingt eine Nische, in der du deiner Zielgruppe einen Mehrwert über deinen Wettbewerb hinaus bieten kannst. Nutze Tools wie Google Trends, Keyword-Recherche und höre auf das Feedback deiner Kunden. Was sind ihre Fragen? Was bewegt sie? Denke auch über die verschiedenen Phasen der Customer Journey nach, um relevante Themen für jede Etappe zu finden.
Content-Erstellung
Die Erstellung von qualitativ hochwertigem Content ist das Herzstück des Content-Marketings. Dabei ist es nicht nur wichtig, relevante Inhalte zu schaffen, sondern diese auch attraktiv und ansprechend zu präsentieren.
Formate wählen
Abhängig von deiner Zielgruppe und deinen Zielen können verschiedene Formate sinnvoll sein: Blogbeiträge, Videos, Podcasts, Infografiken oder E-Books. Überlege, welches Format am besten zu deinem Thema und deiner Zielgruppe passt. Es ist möglich, dass die Antwort lautet: mehrere Formate. Denn Content lässt sich effektiv in mehreren Kanälen verwerten – so kann zum Beispiel ein Blogartikel zum Skript für ein Video werden.
Storytelling
Geschichten verbinden. Indem du deine Inhalte in eine Geschichte verpackst, schaffst du eine emotionale Verbindung zu deinen Lesern. Erzähle von Herausforderungen, Lösungen und Erfolgen, um deine Botschaft zu vermitteln. Beziehe dich auf echte Projekte und greifbare Ergebnisse, um deine Punkte zu untermauern.
Qualität vor Quantität
Es ist verlockend, möglichst viele Inhalte zu produzieren. Aber Qualität sollte immer Vorrang haben. Ein gut recherchierter, ansprechend geschriebener Beitrag ist wertvoller als zehn halbherzige Texte. Somit festigst du deine Position als Vordenker in deinem Bereich.
Technologie & Prozesse
Technologie spielt eine wesentliche Rolle im Content-Marketing, von der Erstellung über die Distribution bis hin zur Analyse. Digitale Tools und Plattformen können diese Prozesse effizienter gestalten und größere Ergebnisse erzielen. (Aber natürlich: Technik um der Technik willen ist für uns kein Ziel.)
Content-Management-Systeme
Ein Content-Management-System (CMS) ermöglicht es dir, Inhalte effizient zu erstellen, zu verwalten und zu veröffentlichen. Während deine Unternehmens-Website höchstwahrscheinlich bereits in einem CMS-System läuft, solltest du darüber nachdenken, welche Prozesse du optimieren kannst – von der Freigabe durch deine Kommunikationsabteilung, über Verantwortlichkeiten, bis hin zur Archivierung. Diese sollten sich in den Tools, die du nutzt, widerspiegeln.
Automatisierung
Tools zur Marketing-Automatisierung können wiederkehrende Aufgaben übernehmen, z. B. das Versenden von E-Mails oder das Posten in sozialen Netzwerken. So kannst du Zeit sparen und dich auf kreative Aufgaben konzentrieren. Wie weit man die Automatisierung treibt, muss natürlich einzeln entschieden werden – grundsätzlich gibt es hier jedoch viel Optimierungspotenzial.
Social Media Management Tools
Wenn du deine Inhalte über mehrere Social-Media-Kanäle verbreitest, können Tools wie Hootsuite, Buffer oder Publer helfen, Beiträge zu planen, zu veröffentlichen und zu analysieren. Die meisten Plattformen ermöglichen heute auch Multi-User-Zugränge mit unterschiedlichen Berechtigungsstufen, so dass jeder in seiner Kompetenz dazu beitragen kann.
Distribution
Content zu erstellen ist nur die halbe Miete. Die wahre Kunst liegt darin, diesen Content an die richtigen Personen zur richtigen Zeit zu liefern.
Die Wahl der Kanäle
Nicht jeder Kanal ist für jedes Unternehmen oder jede Zielgruppe geeignet. Überlege, wo sich deine Zielgruppe aufhält, und fokussiere deine Bemühungen dort. Denke dabei an verschiedene Plattformen wie LinkedIn, X/Twitter, YouTube oder auch spezialisierte Fachforen.
SEO & organische Suche
Suchmaschinenoptimierung (SEO) stellt sicher, dass dein Content gefunden wird, wenn Nutzer nach relevanten Themen suchen. Investiere in die Optimierung deiner Inhalte für Suchmaschinen und nutze spezielle SEO-Tools, um sicherzustellen, dass deine Bemühungen Früchte tragen.
Bezahlte Werbung
Neben organischen Methoden kann auch bezahlte Werbung, wie z. B. Google Ads oder Social Media Advertising, helfen, deinen Content einem größeren Publikum zu präsentieren. Dies ist besonders nützlich, um schnell Ergebnisse zu erzielen oder neue Zielgruppen zu erschließen.
Analyse der Maßnahmen und Messung des Erfolgs
In jedem Bereich des Online-Marketings ist die Erfassung von Daten für die Erfolgskontrolle und Evaluation entscheidend. Gerade wenn es um Content geht, ist es wichtig, Metriken zur Erfolgsmessung einzurichten, diese kontinuierlich zu bewerten und deinen Content auf die gewonnen Erkenntnisse auszurichten.
Welche Metriken sind wichtig?
Die Antwort ist: Es kommt darauf an. Eine pauschale Beantwortung ist schlicht nicht möglich, da viele Faktoren eine Rolle spielen. Fakt ist: Es besteht die Möglichkeit, eine Menge zu lernen. Durch die Analyse deiner Website kannst du Erkenntnisse darüber gewinnen, wie gut die Interaktion der Nutzer ist und ob dein Angebot für Besucher ansprechend ist. Darüber hinaus kannst du Daten über die Nutzer sammeln, wie beispielsweise die von ihnen verwendeten Geräte, ihre Herkunft oder weitere demografische Informationen.
Beginne mit Zielen, die relativ einfach zu erreichen sind. So können Erfolge schon daran gemessen werden, dass deine Seite in Suchmaschinen sichtbarer wird, Besucher sich länger auf der Seite bewegen oder Nutzer regelmäßig wiederkehren. Durch die Messung und Bewertung vieler kleiner Metriken lässt sich ein Bild über die Gesamtleistung zeichnen.
Übrigens: Inhalte lassen sich nicht nur innerhalb der Website, sondern über alle Online-Plattformen messen. Ob Newsletter, Social Media, Suchmaschinen, Landingpages, Sales Funnels – es lässt sich fast alles messen. Worauf es ankommt, ist die Metriken zu finden, die zeigen, ob du deine Ziele erreichst. (Wir unterstützen dich dabei gerne.)
Unser Fazit
Content-Marketing kann eine entscheidende Rolle für dein Unternehmen spielen, wenn es dir gelingt, mit deinen Inhalten deine Zielgruppen anzusprechen und zu begeistern. Wichtig sind die Entwicklung einer Strategie sowie deren sorgfältige, strukturierte Implementierung inkl. Ausschöpfung eventueller Automatisierungspotenziale.
Von Idee zu Umsetzung – unsere Experten für Content-Marketing beraten und unterstützen dich gerne.